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Plakat design

Zwischen einem Flyer und einem Plakat besteht nicht nur ein erheblicher Unterschied im Format sondern auch in der Wahrnehmung beider Werbemittel. Ein Flyer bewirbt oftmals kurzfristig Veranstaltungen wie Events, Lesungen, Neueröffnungen. Um diese Informationen zu kommunizieren benutz der Flyer überwiegend Text der in seiner Wirkung graphisch durch Farben oder Hintergrundbilder unterstützt wird, das Flyer Design wird daher meist leserorientiert gestaltet. Ein weitere Unterschied – der Betrachtungsabstand, der Flyer wird in der Hand gelesen, der Betrachtungsabstand beträgt unter einem Meter.

Plakatwerbung verfolgt andere Ziele, Plakate werben überwiegend für eine Marke oder ein Produkt. Plakatmotive sollen Werbeimpulse über Entfernungen von 10 bis 25 Meter transportieren und damit Aufmerksamkeit erregen und so Blickkontakt erzeugen. Das Sichtmedium Plakat wird nicht gelesen sondern erblickt, Plakat Design gründet daher auf das Erfassen (Erkennen) von Information wie Schlüsselbildern, Signalfarben oder bekannter Layouts.

Plakat Text Design

Die Schlagzeile ist der einzige Text auf einem Plakat, der wirklich "gelesen" wird. Negativschriften (helle Schrift auf dunklem Hintergrund) sind wegen ihrer schlechten Lesbarkeit auch in der Plakatwerbung wenig empfehlenswert.

Das menschliche Gehirn verarbeitet Texte zunächst in seinem visuellen System und hier speziell im visuellen Wortformareal. Dieser Bereich spezialisiert sich während des Lesen Lernens auf die Worterkennung. Zunehmende Erfahrung (Lesen) mit einer Schriftsprache verbessert die Wahrnehmung und eine schnellere Worterkennung wird möglich

Die Arbeitsweise der Worterkennung können Sie hier testen:
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Plakat Design für ein Werbeplakat muß seine Wirkung schnell entfalten, max. 2 Sekunden müssen genügen um Werbewirkung zu erzielen und das menschliche Gehirn kann gerade einmal drei bis maximal sieben Informationsblöcke im Kurzzeitgedächtnis speichern.
Text Design für Plakate erfordert deshalb um Werbewirkung zu erzielen eine hirnfreundliche formale Gestaltung.

Mit diesem Wissen ist es auch verständlich, warum das Design von Plakaten aus bereits gestalteten Anzeigen abgeleitet meist nicht den gewünschten Erfolg für eine schnelle Kommunikation erfüllt. Wird zudem noch von der normalen Groß- und Kleinschreibung abgewichen und werden Texte in Versalien dargestellt, verschlechtert sich die Worterkennung und damit die Werbewirksamkeit von Plakaten weiter.

Das optimale Design eines Plakats erzielt Aufmerksamkeit und lenkt dann den Blick in wenigen Schritten auf die wichtigen Stellen (Schlagzeile, Produkt, Markenlogo).

Da Plakate nicht gelesen werden sondern vergleichbar einem Bild erfasst werden folgt die Blickführung nicht den Regeln von Anzeigen sondern wird hauptsächlich durch das Design und dem Layout bestimmt.

Das farbliche Design eines Plakates ist ein weiterer wichtiger Punkt, auch für die Darstellung von Text. Als Kontrast werden Farbpaare, die im Farbraum eng beieinander liegen, nur schlecht wahrgenommen. Denken Sie auch an Betrachter mit Rot-Grün Sehschwäche und vermeiden Sie rote Schrift auf grünem Hintergrund.

Farbräume für Plakat Design

Ein optimales Plakat Design berücksichtigt den Farbraum der Reproduktion. Plakatwerbung findet heute nicht mehr nur auf mit Plakaten beklebten Werbetafeln statt sondern auch auf elektronischen Werbedisplays wie Großbildschirmen, Projektionen, LED- u. LCD-Großanzeigen Displays. Da Elektronische Anzeigensysteme und gedruckte Plakate unterschiedliche Farbräume für die Wiedergabe benutzen kann die Art des Anzeigensystems Einfluss auf das Plakat Design notwendig machen. Nutzt der Druck den subtraktiven cmyk Farbraum mit der Erweiterung durch Sonderfarben so bewegen sich elektronische Anzeigensysteme im additiven RGB Farbraum. Der cmyk Farbraum besitzt gegenüber dem RGB Farbraum eine geringere Anzahl an darstellbaren Farben und gerade die Anzeige leuchtender Farben gelingt eigentlich richtig nur im RGB Farbraum. Ein RGB Design lässt sich nur mit Verlusten in den cmyk Farbraum konvertieren.






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